Fahrbericht Mazda5 Top 2,0 MZR

Siebensitzer mit Schiebetür

Für Familien ist der Mazda5 ein ideales Fahrzeug. Zwei Schiebetüren erleichtern den Zugang und mit sieben Sitzen bekommt man auch Oma und Opa mit auf Tour.

Von Ingo Buck

Seit sechs Monaten ist die Mazda-Modellreihe „5“ bei den deutschen Händlern. Wir haben uns den familientauglichen Siebensitzer einmal genauer angeschaut und ihn einem Fahrtest unterzogen. Der mit zwei seitlichen Schiebetüren ausgerüstete Mazda5 ist ein schicker Fünftürer mit sportlichem Design und einem genialen Sitzkonzept, ähnlich wie im Opel Zafira. Die beiden Einzelsitze der zweiten Reihe sind längs verschiebbar, können zurück- und umgelegt werden, ohne das die Kopfstützen entfernt oder die Gurte zurückgezogen werden müssen. Mit dem innovativen „Karakuri“-Konzept kann das Fahrzeug mit wenigen Handgriffen von einem Vier- in einen Siebensitzer verwandelt werden. Der dritte Sitz der mittleren Reihe wird einfach aus dem linken Sitz herausgeklappt. Die beiden Sitze der dritten Reihe können durch Ziehen eines Riemens mit einem Handgriff zusammengelegt werden, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. So erhöht sich der Gepäckraum von mageren 112 auf satte 1678 Liter.
 
Schiebetüren sind selten
 
Die beiden Schiebetüren lassen sich leicht öffnen und schließen und bieten einen breiten Zugang in die zweite oder dritte Reihe. Die große und hoch öffnende Heckklappe verfügt über einen zweistufigen Öffnungsmechanismus und ist somit auch für kleinere Menschen einfach zu schließen.
Der Innenraum ist funktional und bietet sechs Personen ausreichend Platz. Bei sieben Personen wird es für drei in der zweiten Reihe eng. An Ablagen haben die Japaner nicht gespart. 45 verschiedene sind im Mazda5 untergebracht. Zur Auswahl stehen drei Ausstattungsniveaus, die bei einem Einstiegspreis (Comfort, 1,8 Liter-Benziner, 85 kW/115 PS) von 19 600 Euro beginnen. Serienmäßig enthalten sind ein vollständiges Sicherheits-Inventar mit dynamischer Stabilitätskontrolle und zahlreichen Komfortelementen wie elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Außentemperaturanzeige, höheneinstellbarer Fahrersitz oder Audiosystem.

Gute Ausstattung

Höhere Ansprüche werden bei der von uns gefahrenen Top-Ausstattung angeboten. Hier zählen Xenon, Regensensor, Sitzheizung, Klimaautomatik oder Bordcomputer für 24 200 Euro zum Serienumfang. Unser frontgetriebener Familienvan war mit einem 2,0-Liter-Benziner bestückt, der 107 kW/145 PS leistet und von der Leistungsentfaltung sehr gut zum 1475 kg schweren Fronttriebler passt. Sauber lassen sich die fünf Gänge mit passender Abstufung schalten und durch den hoch im Armaturenbrett angebrachten Ganghebel wird das Schalten erleichtert. Allerdings ist der fünfte Gang zu kurz übersetzt, sodass bei hohen Geschwindigkeiten immer das Gefühl aufkommt, noch einen Gang weiter schalten zu wollen.
Alles in allem ist der junge Japaner ein leicht und komfortabel zu fahrendes Auto mit einem guten Preis-Leistungs-Angebot.

Motor: Vierzylinder Reihen-Ottomotor, 1999 ccm, 107 kW/145 PS bei 6000 U/min., 185 Nm bei 4500 U/min., Euro 4.
 Antrieb: Frontantrieb, Fünfganggetriebe, ESP, ABS, Traktionskontrolle.
Verbrauch: Stadt/Land/Gesamt = 11,0/6,6/8,2 Liter Superbenzin auf 100 km. Testverbrauch normal/schnell gefahren = 9,1/11,6 Liter im Schnitt.
Fahrwerte: 0-100 km/h in 10,8 Sek., Vmax. 196 km/h.
Masse & Gewichte: Länge/Breite/Höhe = 4,51 m/1,76 m/ 1,67 m, Leergewicht 1475- 1602 kg, Zuladung 498-625 kg, Anhängelast bis 1600 kg.
Preis: 24 400 Euro.

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zuletzt aktualisiert am 09.12.2021 

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