Mitsubishi L200: Spaß im Laster

Wer sich einen Pickup zulegt, hat entweder einen Gewerbebetrieb oder nutzt den Laster für Freizeitaktivitäten. Egal, beide Gruppen haben ein spaßiges Fortbewegungsmittel, das noch mehr kann.

Von Ingo Buck (bbs)

Mit einem coolen Pickup vom Schlage eines Mitsubishi L200 kann man schon etwas erleben: Morgens, auf dem Weg mit den Kindern zur Schule, hatten wir an der Bushaltestelle die erste Überraschung. Der Nachbarjunge, der sonst nie grüßt, wedelte freundlich mit seiner Hand. Wollte er etwa mit oder hatte er uns verwechselt? Später, beim Einkaufen auf dem Parkplatz, kam der Bürgermeister auf mich zu. Er vergaß vor lauter Wissbegierde völlig seine Wahlzettel zu verteilen. Wie sich so ein Pickup denn fährt, wollte er wissen und ob das Auto denn auch im Gelände etwas taugt. Aussehen würde er ja danach. Nach vielen Erklärungen hatte sich schon – zur Freude des Bürgermeisters - eine kleine Menschentraube um uns versammelt.
Ja, mit so einem ausgefallenen Fahrzeug braucht man sich um regen Anschluss keine Gedanken machen. Unser Test-Mitsubishi L200 ist mit 29.490 Euro der teuerste in der Modellpalette des rallyeerprobten Herstellers. Er hat Allradantrieb, ESP und einen drehmomentstarken Dieselmotor in allen Modellen unter der Haube, der 100 kW/136 PS entwickelt. Damit rennt die fünfsitzige Doppelkabine bis zu 167 km/h schnell.

Insgesamt hat Mitsubishi drei Karosserievarianten im Programm: Eine zweisitzige Einzelkabine, den Viersitzer Club Cab und die fünfsitzige Doppelkabine.

Innen geht es richtig modern und komfortabel zu. Klimaautomatik, CD-Radio mit MP3-Player und sogar eine elektrisch versenkbare Heckscheibe gehören zu den serienmäßigen Extras der Topversion. Beim Diesel-Partikelfilter haben die Japaner allerdings gespart. Den gibt es nur gegen Aufpreis von 690 Euro (plus Montagekosten).
Ansonsten ist der L200 ein leicht zu fahrender Truck mit verhältnismäßig kleinem Wendekreis (11,8 m), angenehmen Fahrkomfort, leichter Lenkung, direkter Schaltung und guter Übersicht. Positiv überrascht hat uns der Spritverbrauch. Mit 8,5 Litern Diesel im Schnitt lagen wir sogar knapp unter der Werksangabe von 8,6. Bleibt ein einziges Manko: Keinen Kofferraum, dafür Ladefläche.

Der Mitsubishi L200 ist seit März 2006 in dieser Form auf dem Markt. Die klassischen Tugenden wie Robustheit, große Anhängelast von 2700 kg und Geländegängigkeit verbindet der „Sports Utility Truck“ mit modernem Design.

Der Innenraum zeigt etwas her: Ein modernes Cockpit mit fließenden Formen und wertigen Materialien bestimmen das Bild. Die Sitze sind langstreckentauglich und auch die Geräuschkulisse ist angenehm, wie in einem Pkw.
Technische Daten
Motor: Vierzylinder-Reihen-Dieselmotor mit Turboaufladung, Common-Rail-Einspritzsystem, 2477 cm3, 100 kW/136 PS, 314 Nm bei 2000 U/min.

Fahrwerte: 0-100 km/h in 14,6 Sek., Vmax 167 km/h (Automatik: 17,8 Sek, 165 km/h)
Verbrauch: Stadt/Land/gemischt = 10,7/7,4/8,6 Liter Diesel/100 km, Testverbrauch 8,5 l/100 km, CO2 228 g/km, Euro 4.
Antrieb: Allradantrieb; ESP und Traktionskontrolle ab Intense.
Maße & Gewichte: Länge/Breite/Höhe = 5,0-5,19/1,75-1,8/1,78 m, Wendekreis 11,8 m, Leergewicht 1845-2075 kg, Zuladung 775-1005 kg, Anhängelast 2700 kg, Tank 75 Liter.

Preise: 22.290 bis 29.490 Euro, Automatik plus 1450 Euro.

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zuletzt aktualisiert am 09.06.2026 

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